Effizienter Klimaschutz durch Gebäudeautomation

Optimierte Heizungsanlagen bewirken eine deutlich stärkere CO2-Reduktion als Maßnahmen der passiven Gebäudesanierung. Dies wurde am 18. Juli auf einem Treffen der Arbeitsgruppe Energiesparendes Bauen der Brandenburgischen Energie Technologie Initiative (ETI) und einer Präsentation des Netzwerks MOBKOM.NET in den Räumen des Unternehmens Kieback & Peter GmbH & Co. KG im brandenburgischen Mittenwalde betont, an dem auch Brandenburgs Wirtschaftsminister Ulrich Junghanns teilnahm.

In der ETI-Arbeitsgruppe ist auch Jörg Lorenz, Netzwerkmanager des GA-Netzwerkes der IT-Wirtschaft MOBKOM.NET vertreten. Das GA Netzwerk, entstanden aus der Standortinitiative „we make IT Berlin-Brandenburg“ , setzt eines seiner Schwerpunkte auf den Bereich Gebäudeautomationstechnologie zur Erhöhung der Energieeffizienz und zur CO2-Minimierung. Ziel ist dabei in erster Linie die Durchführung praxisnaher Potenzialanalysen und Machbarkeitsstudien unter Beteiligung der am Netzwerk beteiligten Technologieunternehmen. Adressat dieser Studien ist die Wohnungs- und Immobilienwirtschaft.

Vor dem Treffen der Energieexperten hatte Wirtschaftsminister Ulrich Junghanns die Produktionshalle des Unternehmens Kieback & Peter GmbH & Co. KG besichtigt. Kieback & Peter ist ein führender Anbieter von Geräte- und Systemlösungen im Heizungs-, Lüftungs- und Klima-Bereich (HLK) sowie im Gebäudemanagement. Das Unternehmen stellt mit 110 Mitarbeitern in seiner Niederlassung in Mittenwalde innovative Gebäudeleittechnik her.

Junghanns unterstrich, dass die Steigerung der Energieeffizienz der schnellste Hebel sei, um den Ausstoß des Klimagases Kohlendioxid durch Verbrennungsprozesse in die Atmosphäre zu reduzieren. Kieback & Peter stelle genau die Techniken her, die für diese Aufgabe benötigt würden.

In der anschließenden Arbeitsgruppensitzung wurde zunächst von den Vertretern der IT- und Energietechnologiewirtschaft angemahnt, dass die Gebäudeautomation bisher weder in der EU-, noch in der Bundes- oder Landesgesetzgebung erwähnt ist. Dabei ist die Gebäudeautomation, also die bedarfs- und zeitgerechte automatische Steuerung von Beleuchtung, Heizung, Lüftung, Klimaanlage und Sicherheitsvorrichtungen, aber auch die intelligente Verbrauchsdatenerfassung, ein wesentliches Instrument für die Reduzierung des Energieverbrauchs und der CO2-Emissionen im Gebäudebestand.

Minister Junghanns versprach, sich auf politischer Ebene dafür einzusetzen, dass die Gebäudeautomation Eingang in die Gesetzgebung findet und auch in der Energiepolitik des Landes Brandenburg eine größere Rolle spielen wird. „Nicht die Technologien sind das Defizit. Brandenburg ist reich gesegnet mit innovativen Betrieben, die weltmarktfähige Lösungen liefern. Was fehlt, ist der informatorische Austausch zwischen den Erzeugern und Verbrauchern. Hierfür wird die Politik die Rahmenbedingungen weiter verbessern“, betonte Junghanns.

Die Begründung dafür lieferten die an die politische Diskussion anschließenden Fachvorträge der Referenten Wilfried Boysen von der EDL-Boysen GmbH und HOCHTIEF Energy Management GmbH sowie Winfried Dreger von der Techem Energy Services GmbH.

So kann im Mietwohnungsbau von ca. 4 €  pro m² Investitionssumme für die Optimierung der technischen Anlagen (Heizung, Pumpen, Lüftung, Regelung) ausgegangen werden, demgegenüber stehen 200 € pro m² Investition für die bauliche Sanierung. Mit diesen Investitionen wird eine CO2-Einsparung von 4 kg pro m² bzw. 30 kg pro m² erreicht. Die Kosten für die CO2-Reduzierung liegen also bei der Optimierung der technischen Anlagen mit 50 € pro t CO2 sehr viel geringer als bei der baulichen Komplettsanierung mit 333 € pro t CO2.  Aus der Sicht der CO2-Vermeidungskosten sind Energieeinsparmaßnahmen im
Gebäudebestand durch Anlagenoptimierung in ihrer Wirksamkeit nicht zu übertreffen.
Link zur Pressemitteilung der ETI-Brandenburg:

http://www.eti-brandenburg.de/news/news/article/177/rolle-der-ge.html

zur Pressemitteilung von BerliNews:

http://www.berlinews.de/artikel.php?15150

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Über mobkom

CEO MOBKOM e.V. Potsdam
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